Fußballberichte aus der Westerwälder Zeitung  
   

Ahrbacher Joker schocken die SG Weitefeld - Späte Tore von Einwechselspielern entscheiden die Partie – Gästekeeper Weimer überragt
27.09.2019 - SG Weitefeld-Langenbach/Friedewald/Neunkhausen : SG Ahrbach/Heiligenroth/Girod 1 : 3 (1 : 1)
Friedewald. „Die Ahrbacher liegen uns nicht“, meinte Manfred Ebener aus dem Vorstand der SG Weitefeld-Langenbach/Friedewald/Neunkhausen noch vor dem Heimspiel in der Bezirksliga Ost gegen die SG Ahrbach/Heiligenroth/Girod. Er sollte damit recht behalten, denn wie schon in beiden Vergleichen der beiden Kontrahenten in der Vorsaison war für die Weitefelder auch am Freitagabend gegen die Kombinierten aus dem Unterwesterwald nichts zu holen. Mit 3:1 (1:1) setzten sich die Gäste dank zweier später „Jokertore“ durch.
Die Anfangsphase versprach vor allem dem heimischen Anhang ein ähnliches Spektakel wie eine Woche zuvor beim Gastspiel ihrer Mannschaft in Wallmenroth, als die Weitefelder aus einem 0:4 noch ein respektables 4:4 gemacht hatten. Denn gerade mal elf Minuten waren in Friedewald gespielt, da war auf beiden Seiten bereits ein Treffer gefallen. Zunächst für die Hausherren, die Justin Nagel vom Elfmeterpunkt aus in Führung brachte (7.), nachdem er selbst gefoult worden war.
Die Antwort der Gäste ließ aber nicht lange auf sich warten. Nach einem wunderbaren Spielzug über die rechte Seite bekam Martin Weber den Ball in den Lauf gespielt, behielt frei vor dem herauseilenden Weitefelder Schlussmann Elias Ermert die Nerven und schob aus 14 Metern zum 1:1 ein (11.).
Danach verflachte die Begegnung nicht, beide Teams gingen kampfbetont und engagiert zu Werke. Einzig nennenswerte Torgelegenheiten bekamen die rund 150 Zuschauer bis zum Pausenpfiff von Schiedsrichter Jens Bachmann (Hilgert) keine mehr geboten, weil sich das durchaus temporeiche Geschehen zumeist im Mittelfeld abspielte.
Das änderte sich nach dem Seitenwechsel. Die Ahrbacher hatten durch Tim Kuhns Lattenkopfball (54.) zwar die erste Chance, doch die läutete quasi eine Drangphase der Hausherren ein, in der ein Spieler zum Mann des Abends avancierte: Gästekeeper Florian Weimer. Der hielt seine Mannschaft mit Glanzparaden gegen die Distanzschüsse von Sascha Cichowlas (60.) und Luca Thom (74.) nämlich im Rennen, ehe zwei Einwechselspieler die Partie zugunsten der Ahrbacher entschieden. Spielertrainer Niklas Wörsdörfer per Heber (83.) und Oskar Höwer nach einem Konter (87.) machten alles klar, wobei Weimer dazwischen den Ausgleich verhinderte, als Nagel und der eingewechselte Louis Pinkert aus dem Gewühl heraus kurz nacheinander zum Abschluss kamen (84.). Andreas Hundhammer
Weitefeld-Langenbach/Friedewald/Neunkhausen: Ermert – Lohmar, Becker, Warning, Wölfer – Cichowlas, Seibel – Thom, Weishar (84. Pinkert), Lopata – Nagel.
Ahrbach/Heiligenroth/Girod: Weimer – Chr. Laux, D. Laux, Gombert, Quirmbach (62. Höwer) – Lemmerz, Weber, Schaaf, Bruch (77. Wörsdörfer) – T. Kuhn, Orentsis (85. Trumm).
Schiedsrichter: Jens Bachmann (Hilgert) – Zuschauer: 150.
Tore: 1:0 Justin Nagel (7., Foulelfmeter), 1:1 Martin Weber (10.), 1:2 Niklas Wörsdörfer (83.), 1:3 Oskar Höwer (87.).
Besonderheit: Gelb-Rot gegen den Ahrbacher Tim Kuhn (89., Foulspiel und Unsportlichkeit).

 

Kurioses Eigentor passt ins Bild: SG Ahrbach feiert 5:1-Heimsieg
Westerwälder lassen gegen TuS Burgschwalbach nichts anbrennen
22.09.2019 - SG Ahrbach/Heiligenroth/Girod : TuS Burgschwalbach 5 : 1 (2 : 0)

Im Fußball fassen manchmal einzelne Tore treffend den Verlauf einer gesamten Partie zusammen. Dieses Phänomen trat auch beim Bezirksliga-Kick zwischen der SG Ahrbach/Heiligenroth/Girod und der TuS Burgschwalbach zutage. Beim Stand von 3:1 für die SG kam es nach einem langen Ball auf der linken Abwehrseite der TuS zu einem Zweikampf zwischen Ahrbachs Dominik Zängerle und Verteidiger Philippe Diehl. Der Burgschwalbacher sah sich zu einem hohen Rückpass zu seinem Keeper Sören Müller gezwungen. Dieser versuchte noch, das Leder per Kopf zu entschärfen, doch seine Mühe war vergebens. Die Kugel segelte zum 4:1 ins Tor (75.). Damit war das Spiel endgültig entschieden, die SG setzte sich schlussendlich mit 5:1 (2:0) durch.
Bei den Kombinierten passte nahezu alles, die TuS dagegen bekam keinen Boden unter die Füße. „Es war nicht unser Tag“, bedauerte Gästetrainer Walter Reitz. Die SG setzte den Gegner früh unter Druck, beschäftigte ihn prompt in der eigenen Hälfte. Die erste gute Chance hatte Adrian Bruch, der nach Pass von Niklas Wörsdörfer an Torwart Müller scheiterte (5.).
Doch auch die Kicker vom Märchenwald hatten die Führung auf dem Fuß. Janosch Lauter setzte Diehl in Szene, dessen Versuch ging aber über das Tor (12.). „Am Anfang war es nicht so deutlich. Wenn wir da in Rückstand geraten, kann es anders laufen“, befand SG-Spielertrainer Wörsdörfer. Dass sein Team dann aber in Front ging, entsprach dem Spielverlauf. Alexander Gombert köpfte nach Flanke von Mario Schaaf zum 1:0 ein (22.). Kurz vor der Pause erhöhte Bruch, dem vorausgegangen war ein toller Spielzug über Tim Kuhn und Oskar Höwer (43.).
„Mit dem 0:2 waren wir noch gut bedient. Die Hoffnung war, dass wir das in der Halbzeit noch korrigieren können“, erklärte Reitz. Mit der Ampelkarte gegen Corvin Schwenk (60., wiederholtes Foulspiel) war die Aufgabe für die TuS jedoch kaum mehr zu lösen. Die spielerischen Ansätze waren speziell über den extrem umtriebigen Lauter da, aber die SG-Abwehr stand sicher und ließ kaum etwas zu. Tim Kuhn bediente Dennis Orentsis zum 3:0 (69.), ehe Lauter per Foulelfmeter – Robin Weilnau wurde von Schaaf zu Fall gebracht – verkürzte (72.). Mit Diehls kuriosem Eigentor sowie Dominik Zängerles 5:1 (85.) war der klare Endstand aber hergestellt.
„Die Mannschaft hat nie so wirklich das Gefühl vermittelt, das Spiel gewinnen zu wollen“, kommentierte Reitz, während Wörsdörfer nach dem ersten Heimsieg zufrieden feststellte: „Der Platzverweis war der Knackpunkt für die TuS. Wir haben gut verteidigt, haben aber noch das Potenzial, besser zu spielen.“
SG Ahrbach/Heiligenroth/Girod: Weimer – Höwer (78. F. Kuhn), Laux, Gombert, Lemmerz – T. Kuhn, Weber, Quirmbach, Schaaf – Wörsdörfer (67. Orentsis), Bruch (70. Zängerle).
TuS Burgschwalbach: Müller – Haas (70. Weilnau), Kunz, Janz (76. Liguori), Biebricher – Schwenk, Berger, Lauter, Gotthardt – Fuchs, Diehl.
Schiedsrichter: Nils Schneider (Altenkirchen) – Zuschauer: 120.
Tore: 1:0 Alexander Gombert (22.), 2:0 Adrian Bruch (43.), 3:0 Dennis Orentsis (69.), 3:1 Janosch Lauter (72., Foulelfmeter), 4:1 Philippe Diehl (75., Eigentor), 5:1 Dominik Zängerle (85.).
Besonderheit: Gelb-Rote Karte gegen Corvin Schwenk (TuS) wegen wiederholten Foulspiels (60.).

 

Dennis Orentsis trifft beim Sieg gegen seinen Ex-Verein doppelt - Ahrbach punktet nach vier Remis bei Kosova dreifach
15.09.2019 - FC Kosovo Montabaur : SG Ahrbach/Heiligenroth/Girod 3 : 0 (0 : 0)

Die SG Ahrbach/Heiligenroth/Girod hat in einem in der ersten Halbzeit nicht bezirksligareifen Spiel mit 3:0 (0:0) beim weiterhin punktlosen Aufsteiger Kosova Montabaur gewonnen und damit nach vier Unentschieden den ersten Sieg der neuen Saison geholt.
In einer ausgeglichenen ersten Halbzeit bekamen die Zuschauer auf dem Kunstrasen in Stahlhofen wenige Torchancen zu sehen. Stattdessen kam es zu vielen nickligen Zweikämpfen im Mittelfeld, und beide Mannschaften versuchten sich mit langen Bällen. Die erste nennenswerte Chance verbuchten die Gastgeber. Doch Agim Xhaferis Schuss (33.) konnte Gäste-Torwart Florian Weimer mit den Fingerspitzen über das Tor lenken.
Auf der Gegenseite kamen die Ahrbacher nach einem Befreiungsschlag von Dominik Laux etwas zufällig zu ihrer größten Möglichkeit. Der Befreiungsschlag landete über Oskar Höwer bei Dennis Orentsis, der über außen in den Strafraum drang und mit seiner Hereingabe Tim Kuhn fand. Dieser traf aus fünf Metern freistehend aber nur die Latte (38.).
In Halbzeit zwei steigerten sich die Gäste aus Ahrbach. Dies mündete nach genau einer Stunde auch im Führungstreffer. Kosovas Verteidiger Jakob Bender ließ einen hohen Ball einmal springen. Diese Möglichkeit nutzte Dennis Orentsis, ging dazwischen und setzte entscheidend nach, wobei er etwas Glück hatte, dass sein Pressschlag mit Leutrimm Husaj genau in den Lauf von Tim Kuhn ging, der den Ball mit der Spitze im Tor versenkte. Beim ersten Treffer noch als Vorlagengeber in Szene getreten, entschied der auffällige Dennis Orentsis dann innerhalb von drei Minuten mit einem Doppelpack das Spiel bei seinem Ex-Verein. Nach einem Ballgewinn des zuvor eingewechselten Martin Webers steuerte dieser in einer Drei-gegen-Drei-Situation auf das Gästetor zu, bediente Noah Quirmbach, der mit einem Übersteiger seinen Gegenspieler ins Leere laufen ließ und quer auf Orentsis legte, der nur noch einschieben musste (71.). Zwei Minuten später traf Orentsis per Freistoß mit einem Schuss unter der Mauer hindurch zum 0:3-Endstand. Die beste Möglichkeit der Gastgeber vergab Ismayil Barut vom Elfmeterpunkt. Er setzte den Strafstoß links am Tor vorbei (80.). Zuvor war Rilind Rama von zwei Gegenspielern im Strafraum regelwidrig in die Zange genommen worden.
„Das erste Tor hat uns das Genick gebrochen. Danach war es schwer. Wir haben den Faden und den Spielfluss verloren“, fand Kosova-Trainer Afrim Halimi. Gästetrainer Niklas Wörsdörfer dagegen war zufrieden: „Nach vier Unentschieden war es wichtig, dass wir jetzt mal ein Spiel gewinnen konnten. Nach dem 1:0 hatten wir natürlich Selbstvertrauen und haben das dann vor allem über die Außen gut zu Ende gespielt.“
Kosova Montabaur: Bardhaj - Aziri, Ismajli, Husaj, Bender (87. Sadiki) - Shala (64. Otto), Malici, Alimi, Xhaferi - Rama (77. Pignataro) - Barut.
Ahrbach/Heiligenroth/Girod: Weimer - C. Laux, Gombert, D. Laux - Höwer (70. Weber), F. Kuhn (80. Schwenk), Trumm, Quirmbach - Bruch - Orentsis (84. Hübinger), T. Kuhn.
Schiedsrichter: Lukas Wilzek (Höchstenbach) - Zuschauer: 150.
Tore: 0:1 Tim Kuhn (60.), 0:2, 0:3 Dennis Orentsis (71., 73.).
Besonderheiten: Ismayil Barut (Kosova) schießt Foulelfmeter am Tor vorbei (80.).

 

Ahr­ba­cher spie­len zum vier­ten Mal re­mis
06.09.2019 : SG Ahrbach/Heiligenroth/Girod : SG Rennerod 2 : 2 (1 : 1)
SG gleicht zwei Mi­nu­ten vor Schluss zum 2:2 ge­gen Ren­nerod aus

Die SG Ahrbach/Heiligenroth/Girod bleibt ungeschlagen, wartet aber auch weiterhin auf ihren ersten Dreier in der Fußball-Bezirksliga Ost. Das 2:2 (1:1) gegen Aufsteiger SG Rennerod/Irmtraut/Seck war gleichbedeutend mit dem vierten Remis im vierten Saisonspiel.
Im ersten Durchgang boten beide Teams nur wenig konstruktives Spiel nach vorne an. Mit ihrer ersten Möglichkeit gingen die Platzherren prompt in Führung. Adrian Bruch sah, dass Rennerods Torwart Joshua Zey zu weit vor seinem Kasten stand und setzte aus 25 Metern zu einem Heber an, der sich über den Keeper hinweg ins Gehäuse senkte (13.). Wenn die Ahrbacher ansatzweise gefährlich wurden, dann nach langen Bällen oder Kontern, wobei herausgespielte Chancen Mangelware blieben.

Zeigte auch in Ruppach-Goldhausen seine Qualität: Der Renneroder Kakui Takuya (hier gegen den Ahrbacher Mario Schaaf) erzielte für sein Team das zwischenzeitliche 1:1. Die Partie endete 2:2-Remis.


In einer Situation hätte die SGA erhöhen können, als sie nach einer Renneroder Ecke einen schnellen Angriff fuhr. Doch letztlich ging Martin Webers Schuss über das Tor (34.). Rar sah es auch beim Aufsteiger aus, der sich kurz vor dem Pausenpfiff dennoch über den Ausgleich freuen durfte. Aus halblinker Position schlenzte Takuya Kakui die Kugel ins rechte, lange Eck und besorgte so das 1:1 (42.).
Hälfte zwei verlief nach ähnlichem Muster. Die Zuschauer bekamen weiterhin wenige Torraumszenen zu sehen. In der Schlussphase fielen trotzdem noch zwei Treffer. Zunächst gingen die Renneroder in Front, Michael Sehner war bei einer Ecke zur Stelle und köpfte zum 2:1 ein (72.). Dieser Vorsprung hielt bis zwei Minuten vor Schluss an, ehe der auffällige Martin Weber der Heimmannschaft immerhin noch einen Zähler sicherte. Einen eigentlich harmlosen Schuss klärte Torwart Zey nur unzureichend. Weber war zur Stelle und staubte ab (88.).
„Wir sind ein Team, Joshua ist noch ein junger Torwart. Vorher hätten auch zehn andere den Ball klären können“, machte Pascal Heene seinem Keeper keine Vorwürfe. Der SGR-Spielertrainer hatte sein Team besser im Spiel gesehen, „doch dann waren es wieder zwei Fehler, die das Spiel zerstören. Allerdings haben wir eher einen Punkt gewonnen als zwei verloren.“ Ahrbachs Coach Niklas Wörsdörfer erklärte: „Wir gehen früh in Führung, verlieren dann jedoch den Zugriff. Am Ende hat man aber wieder den absoluten Willen der Mannschaft gesehen.“
Nico Kexel/Lukas Erbelding
Ahrbach/Heiligenroth/Girod: Horz – C. Laux (79. Hübinger), Gombert, Trumm – Schaaf, Weber – Quirmbach, Lemmerz (56. D. Laux) – Höwer – T. Kuhn (70. Orentsis), Bruch.
Rennerod/Irmtraut/Seck: Zey – Kupecek, Muzaqi, Herkersdorf, Schier – Heene, Sehner (77. Scherer) – Brockmann (46. Tj. Benner), Kakui, Higuchi – Tahiri.
Schiedsrichter: Christian Fritzen (Neuwied).
Zuschauer: 100.

 

Ahrbach kann mit Punkt bei Ellingen leben - Joker Orentsis scheitert beim 0:0 an Torwart Krokowski – Wörsdörfer: Ich bin voll zufrieden
01.09.2019 - SG Ellingen/Bonefeld/Willroht : SG Ahrbach/Girod/Heiligenroth  0 : 0

Sie trafen beide das Tor nicht. Sowohl die SG Ellingen/Bonefeld/Willroth als auch die SG Ahrbach/Girod/Heiligenroth bleiben nach dem 0:0 am dritten Spieltag der Fußball-Bezirksliga Ost erst mal im Mittelfeld der Tabelle stecken. Das Ergebnis ist verdient, denn echte Torchancen waren auf beiden Seiten Mangelware.
Bewertet man die Veränderungen, kommt man zu der Erkenntnis, dass hüben wie drüben die gleiche Zielsetzung für die noch junge Saison gesetzt wurde. Der Jugend soll die Zukunft gehören. Doch geht es nicht ohne Leitfiguren. Was beim Gastgeber Spielertrainer Christian Weißenfels, ist bei Ahrbach Niklas Wörsdörfer.
Intensives Pressing und aggressives Zweikampfverhalten verhalfen den Gästen nach einer anständigen Anfangsviertelstunde der Ellinger zu mehr Ballbesitz. In dieser Phase hatte die Heimelf ihre besten Szenen und die beste Chance. Einen Zuckerpass von Weißenfels konnte Lukas Müller aber nicht verarbeiten. Nach einer halben Stunde Spielzeit wurde der Ellinger Trainer etwas lauter und forderte mehr Energie von seinen Mitspielern. Ahrbach hatte fortan bis zum Wechsel das Heft in der Hand. Dennoch brauchte der heimische Torwart Philipp Koslowski selten einzugreifen, waren doch die Angriffsbemühungen der Gäste trotz des Drucks im Ellinger Strafraum nicht zielstrebig genug. „Bis dahin haben wir es eigentlich ganz gut gemacht“, sagte der auf dem Platz fast alle Bälle fordernde Wörsdörfer später.
Die Zuschauer sahen nach Wiederbeginn eine andere Ellinger Mannschaft. Die bis dato dickste Torchance zur Führung leitete der Spielertrainer selbst ein, doch der Kopfball von Müller prallte vom Pfosten ab. Wenig später verschaffte sich der routinierte Weißenfels mit einer Körperdrehung an der Strafraumgrenze Freiraum, doch auch diesmal blockte die jetzt etwas wackelnde Ahrbacher Defensive den Schuss ab.
Die Partie wurde nun wesentlich abwechslungsreicher. In der 70. Minute hatte der prima aufspielende Müller dann erneut Pech. Sein Kopfball wurde gerade noch von der Torlinie gekratzt. Der gerade erst eingewechselte Dennis Orentsis hätte eine Viertelstunde vor dem Spielende doch drei Punkte für seine SG Ahrbach sichern können, wäre nicht Torwart Krokowski im SGE-Tor mit einer Glanzparade zur Stelle gewesen. Beide Kontrahenten suchten in den Schlussminuten die Entscheidung, es blieb aber bei der torlosen Punkteteilung. „Dieser Punkt ist für uns sehr wichtig und ich bin damit voll zufrieden“, sagte Wörsdörfer.
Ellingen: Krokowski – Douzi (72. Reichert), Kleinmann, Becker, Best – Hümmerich, Drees, Müller – Sari (80. Halfmann), Wranik - Weißenfels.
Ahrbach: Weimer – Laux, Gombert, Trumm – Quirmbach, Schaaf, Weber, Lemmerz (80. Hübinger) – Wörsdörfer (65. Orentsis), Bruch (63. Höwer) - Kuhn.
Schiedsrichter: Athanasios Fasoulas (Ahrbrück) – Zuschauer: 120.

 

Röhrig rettet Wirges einen Punkt im Derby bei der SG Ahrbach
Bezirksliga Ost: Favorit EGC kommt nicht richtig auf Touren – Weimer hält Elfmeter
25.08.2019 - SG Ahrbach/Heiligenroth/G. - Spvgg EGC Wirges 2:2 (1:1)

In der Bezirksligabegegnung zwischen der SG Ahrbach/Heiligenroth/Girod und der Spvgg EGC Wirges strebten beide Teams ihren ersten Sieg in der noch jungen Saison an, doch letztlich trennte man sich mit einem gerechten 2:2 (1:1)-Unentschieden. Das sahen die Trainer ähnlich. Serkan Öztürk (Wirges) war zwar mit der Leistung seiner Mannschaft zufrieden, doch letztlich stellte er fest, dass sein Team eher zwei Punkte verloren als einen Punkt gewonnen hat. „Trotzdem halten wir an unserem Matchplan fest, möglichst spielerische Lösungen zu suchen“, meinte er.
Ahrbachs Alexander Gombert (rechts) war gegen seinen Ex-Verein erfolgreich. Beim 2:2 gegen Wirges erzielte der Verteidiger das 1:1. Foto: Wengenroth

Ahrbachs Spielertrainer Niklas Wörsdörfer hatte die Partie merklich zugesetzt: „Nach solchen 90 Minuten kann man graue Haare bekommen. Meine Mannschaft hat eine Supermoral gezeigt, und wenn wir unsere Chancen noch besser genutzt hätten, wäre auch ein Sieg drin gewesen. Gut, dass uns Florian Weimer mit dem gehaltenen Strafstoß im Spiel gehalten hat“, konstatierte er sehr sachlich.
Die Gäste aus Wirges begannen zielstrebig und konzentriert. Schon nach fünf Minuten erzielte Torjäger David Röhrig nach einer schönen Flanke von Matthias Wengenroth den Führungstreffer zum 0:1. Nur zwei Minuten später hätte die EGC ihre Führung ausbauen können, doch Ahrbachs Keeper Florian Weimer hielt einen von Christopher Laux an David Röhrig verursachten und von Florian Schlich geschossenen Strafstoß souverän. Die Spvgg EGC Wirges, im Vorfeld der Saison als einer der Titelfavoriten gehandelt, bekam das Spiel immer besser in den Griff, doch Ahrbach blieb durch Konter stets gefährlich.
In der 30. Minute rettete Simon Trumm für den bereits geschlagenen Florian Weimer auf der Linie, und Matthias Wengenroth hatte mit einem Distanzschuss an die Latte die 2:0-Führung auf dem Fuß (36.). Doch es sollte anders kommen. In der Nachspielzeit der ersten Hälfte setzte der Ex-Wirgeser Alexander Gombert einen zunächst abgewehrten Eckball per Volleyschuss zum Ausgleich in die Maschen.
Mit der Einwechslung von Dennis Orentsis kamen die Ahrbacher zu mehr Chancen. So traf Orentsis in der 58. Minute nur den Pfosten, kurz danach konnte er nur durch ein Foul von Pascal Romes im Strafraum gebremst werden. Den fälligen Strafstoß verwandelte Adrian Bruch sehr sicher (64.). Der Treffer zum Endergebnis von 2:2 ging dann wieder auf das Konto von David Röhrig, der eine Flanke von Florian Schlich verwandelte (70.).
Nun wurde es hektisch und auf beiden Seiten gab es Torchancen zuhauf, doch vor allem zeigten beide Keeper, dass sie zu den guten in dieser Klasse gehören.

 

Weber verhindert Hundsangens Kirmessieg - Fußball-Bezirksliga Ost: SG Ahrbach gleicht in der 87. Minute aus – 220 Zuschauer sehen das Eröffnungsspiel

16.08.2019 - SG Hundsangen/Obererbach - SG Ahrbach/H./G. 1:1 (1:0)

Hundsangen. Der Ball rollt wieder in der Bezirksliga Ost: Vor 220 Zuschauern haben die SG Hundsangen/Obererbach und die SG Ahrbach/Heiligenroth/Girod am Freitagabend die Saison eröffnet. Dabei sahen die Gastgeber in ihrem Kirmesheimspiel lange wie die Sieger aus, bis die Ahrbacher in der 87. Minute doch noch den späten 1:1-Ausgleich erzielten.
„Leider haben wir es verpasst, hier zur Kirmes den Dreier zu holen“, sagte Thomas Arzbach, der Trainer der Gastgeber, der aber mit der Art und Weise, wie sein Team aufgetreten ist, zufrieden war. „Leidenschaft und Engagement haben gestimmt“, meinte er.
Die Gäste kamen nicht nur mit einem neuen Trainerduo, sondern auch mit einer offensiven Aufstellung nach Hundsangen. Marco Mai und Niklas Wörsdörfer boten eine 3-2-3-2-Formation auf, in der Wörsdörfer selbst an der Seite von Adrian Bruch stürmte. Die Rechnung ging zunächst auf, 20 Minuten lang drückten die Ahrbacher der Partie ihren Stempel auf. Kompakt und spielstark traten sie auf, offenbarten jedoch ein Manko: Mehr als einen Schuss von Mario Schaaf von der Strafraumgrenze, den Leon Schmitt parierte (16.), brachten sie nicht zustande.
Thomas Arzbach hatte sich für eine andere Taktik entschieden. Sein im 4-2-3-1 aufgestelltes Team sollte zunächst defensiv stabil stehen. Sicherheit statt Glanz war angesagt, um dann im Umschaltspiel über den schnellen Yannik Baum nach vorne zu kommen. Soweit zumindest die Theorie, in der Praxis sorgte aber auch Hundsangen kaum für Gefahr im letzten Drittel. Zwei Ausnahmen: Nach einem Trikotzupfer von Dominik Laux, der mit „Dunkelgelb“ gnädig geahndet wurde, trat Tim Weimer zum Freistoß an, den Namensvetter Florian Weimer im Ahrbacher Tor aber genauso entschärfte (22.) wie wenig später einen Versuch von Yannik Baum (26.). Dass der Ball vor der Pause doch noch den Weg ins Tor fand, war Folge einer starken Einzelleistung: Hundsangens Sebastian Schneider fackelte aus 16 Metern nicht lange und versenkte den Ball im linken Eck – ein Tor aus dem Nichts (45.). Der Dämpfer kurz vor dem Pausenpfiff schien die Gäste aber nicht zu beeindrucken. Wie zu Beginn der Partie erwischten sie auch in Durchgang zwei den besseren Start und waren dem Ausgleich bei Chancen von Adrian Bruch (50.) und Simon Trumm (55.) nahe. Danach gab's aber erneut einen Bruch. Ahrbach verlor die gute Linie, während sich Hundsangen steigerte und durch Tim Weimer (63.) und Yannik Baum (64., 78.) selbst zu guten Möglichkeiten kam. Als dann alle schon mit einem Heimsieg zur Kirmes rechneten, schlug Martin Weber zu und sorgte nach einem flachen Ball von der linken Seite für den in dieser Phase nicht mehr erwarteten Ahrbacher Ausgleich (87.). „Das war natürlich glücklich“, wusste Gästecoach Niklas Wörsdörfer. „Wir haben vorher viel versucht, waren dabei aber zu hektisch.“ Rolf Schulze/Marco Rosbach
Hundsangen/Obererbach: Schmitt - Meuer, Hanke, Schwickert, Noll - T. Weimer, Faulhaber - N. Steinebach, F. Steinebach (80. Krasniqi), Baum - Schneider (70. Weber).
Ahrbach/Heiligenroth/Girod: Weimer - D. Laux (46. Quirmbach), Gombert, Trumm - Schaaf, Weber - C. Laux, Lenz (78. T. Kuhn), Lemmerz - Bruch, Wörsdörfer.
Schiedsrichter: Marvin Engelbertz (Scheuerfeld) – Zuschauer: 220.
Tore: 1:0 Sebastian Schneider (45.), 1:1 Martin Weber (87.).

 

Ahrbacher scheitern knapp am VfB Wissen und verlieren mit 1:3
Rheinlandpokal: SG hat Rheinlandligisten am Rande einer Niederlage
31.07.2019 - SG Ahrbach - VfB Wissen 1:3 (0:1).
Die Partie begann mit einem Hauch von Wembley, als VfB-Akteur Emre Bayram die Unterkante der Latte traf, der Ball aber vor der Linie aufsetzte (3.). Danach fanden die Ahrbacher vor 160 Zuschauern allmählich in die Partie, auch weil Mario Schaf im zentralen Mittelfeld unaufhörlich ackerte. Gefährlich wurde der gastgebende Bezirksligist zumeist nach Kontern über Adrian Bruch auf der linken Seite, wirklich zwingend wurde es jedoch nicht. Gerade in einer Phase, in der die Ahrbacher auf Augenhöhe mit dem VfB schienen, schlug dieser dann eiskalt zu, als Max Ebach den herauseilenden SG-Keeper Florian Weimer umkurvte und zur Pausenführung einschob. Nachdem Martin Weber im Eins-gegen-Eins mit VfB-Schlussmann Philipp Klappert gescheitert war (49.) und Tim Kuhn nur die Latte getroffen hatte (51.), köpfte Christopher Laux nach einem langen Flankenball zum verdienten 1:1 ein (59.). In der Endphase entwickelte sich dann ein offener Schlagabtausch, wobei die Ahrbacher ein Stück weit überlegen schienen. Doch die Entscheidung fiel letztlich zugunsten des Rheinlandligisten, für den Steven Winzenburg (82., Kopfball) und Anil Berber (90.+1) alles klar machten.