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Interview mit Peter Olbrich - Trainer der SG Ahrbach


Besteht ein besonderes Vertrauensverhältnis zwischen Dir und vielen Spielern der Mannschaft, die Du ja schon im Jugendbereich bis zur D-Jugend trainiert hast?

  • Klar, eine Reihe von Spielern kannte ich aus der erfolgreichen Jugendzeit. Das war auch einer der Gründe, den Trainerposten bei der SG Ahrbach zu übernehmen. Ich wusste, welches Potential in den Jungs steckt und das war bzw. ist selbstverständlich für mich die sportliche Herausforderung, daraus etwas zu entwickeln.

Was macht die Mannschaft auch für Externe interessant, insbesondere wenn man bedenkt, dass die finanziellen Rahmenbedingungen der SG Ahrbach beschränkt sind?

  • Wir müssen finanziellen Anreizen anderes entgegen setzen: hervorragende Trainingsmöglichkeiten mit zwei Rasenplätzen und einem klasse Kunstrasenplatz bzw. Trainingsgelände in Heiligenroth, Teamgeist und eine Atmosphäre in der SG, in der sich neue Spieler wohlfühlen. Viele Spieler suchen Vereine, in dem sie ihren Sport mit Spaß nachgehen können; schließlich gehen sie ihrem Hobby nach und betreiben den Sport in ihrer Freizeit.

Wie siehst Du die Rahmenbedingungen innerhalb der SG Ahrbach insgesamt?

  • Vergleiche mit Vereinen, in denen ich früher tätig war, enden immer positiv für die SG. Die Bedingungen sind gut und man kann durchaus mit größeren Vereinen mithalten. Wichtig ist, dass sie SG immer auch die sportliche Weiterentwicklung im Blick hat und Entscheidungen im Sinne der Mannschaft getroffen werden. Die Kommunikation und Zusammenarbeit mit der sportlichen Leitung ist optimal.

Der Start in die Saison mit dem Sieg im Rheinland-Pokal war ja schon sensationell – Hast Du diese Wahnsinn-Leistung von der Mannschaft erwartet? Wie stellst Du sicher, dass sie jetzt die Bodenhaftung behalten?

  • Sicher ein ganz besonderes Spiel; mehr Dramatik kann man den Zuschauern nicht bieten. Ich möchte nicht die üblichen Pokalphrasen zitieren, aber darin liegt eben auch ein Stück Wahrheit: im Pokal ist eben vieles möglich. Wir haben an diese Chance geglaubt und haben uns nach anfänglicher Nervosität ins Spiel gearbeitet. Die Jungs haben jetzt die Messlatte höher gehangen und uns ist bewusst, dass man uns an solchen Leistungen messen wird. Aber wir wissen dadurch auch, zu welchen Leistungen wir im Stande sind: eine wertvolle Erfahrung.

Sind die erfolgten Verstärkungen ausreichend und bist Du damit zufrieden?

  • Es ist natürlich schwierig, Spieler von anderen Vereinen für uns zu gewinnen. Aber ich denke, es ist uns gelungen, für alle vakanten Positionen über echte Verstärkungen zu verfügen. Ziel war es, junge und ehrgeizige Spieler mit Entwicklungspotential zu holen und dabei den Kader nicht unnötig zu vergrößern. Schließlich haben sich die Spieler der letzten Saison die Bezirksliga verdient. Mit den Neuzugängen bin ich sehr zufrieden und ich bin überzeugt, dass sich alle bewähren werden. Alle passen auch menschlich super ins Team und haben sich problemlos eingefunden.

Ist die Zusammenarbeit zwischen 1. und 2. Mannschaft zufriedenstellend oder muss hier noch etwas verbessert werden?

  • Die Zusammenarbeit der Seniorenmannschaften ist unerlässlich und muss funktionieren, um für beide Mannschaften den größtmöglichen sportlichen Erfolg zu erreichen. Konkret müssen Spielerabstellungen erfolgen, wenn mal Not am Mann herrscht - in beiden Richtungen. Die zweite Mannschaft hat sich neu aufgestellt und sich für die neue Saison viel vorgenommen. Es wäre natürlich toll, wenn die Jungs eine gute Runde spielen und ggf. sogar oben mitspielen könnten.

Wie siehst Du die Jugendarbeit in der SG? Was kann und/oder muss man noch verbessern?

  • Traditionell wird bei der SG gute Jugendarbeit verrichtet; ich bin ja selbst 10 Jahre hier tätig gewesen und kenne die Verhältnisse. Ich sehe mit Freude, dass sich zunehmend qualifizierte Trainer um den Nachwuchs kümmern. Das wird sich mittelfristig auszahlen. Spieler aus dem Jugendbereich an Traineraufgaben heranzuführen, ist ebenfalls ein guter Weg, um für die Zukunft eine breitere Basis zu besitzen, damit die vielfältigen Vereinsaufgaben gestemmt werden können.

Was steht noch auf Deinem persönlichen Wunschzettel, den Fußball betreffend (kurzfristig, mittelfristig, langfristig)?

  • Ich wünsche mir, den Spielern und dem gesamten Umfeld natürlich eine sportlich erfolgreiche Saison, die hoffentlich am Ende den Klassenerhalt bringt.

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