1976 war es soweit: Auf Initiative von Manuela Henkes wurde die Frauenfußball-Abteilung des TuS Ahrbach ins Leben gerufen. Die Suche nach einem geeigneten Trainer gestaltete sich zunächst schwierig – wer wollte schon eine Frauenmannschaft trainieren? – doch schließlich erklärte sich Detlev Tank bereit, das Training zu leiten. Die Entscheidung fiel ihm leicht, erwartete er zu diesem Zeitpunkt doch ohnehin nicht, dass die Truppe das länger als vier Wochen durchhalten würde – doch es sollte bekanntlich ganz anders kommen.

 

In der Saison 1977/78 nahm die Mannschaft, die damals ihre Spielerinnen noch größtenteils aus der näheren Umgebung rekrutierte, den Meisterschafts-Spielbetrieb auf und wurde prompt Kreismeister. Als Aufsteiger verlor man in der ersten Verbandsligasaison 1978/79 gegen den damals amtierenden deutschen Meister SC 07 Bad Neuenahr überraschenderweise gar nicht mal so deutlich, was die Mannschaft enorm anspornte.

In den folgenden Jahren wurden die Niederlagen gegen Neuenahr immer knapper -  die Rheinlandmeisterschaft entwickelte sich schließlich zu einem Duell zwischen dem TuS und dem SC 07. Was die Neuenahrer aber endgültig zum „Erzrivalen“ machte, war der Wechsel von sieben Ahrbacher Stammspielerinnen zusammen mit ihrem damaligen Trainer Walter Mürtz nach Neuenahr zum Ende der Saison 1983/84.

Wer allerdings glaubte, dass die Ahrbacher Frauen nun die Segel streichen würden, der sah sich getäuscht: Detlev Tank nahm das Heft wieder in die Hand und getreu dem Motto „was uns nicht umbringt, macht uns nur noch stärker“ errang das Team in der Saison 1984/85 zum ersten Mal den viel umjubelten Rheinlandmeistertitel - und auch im darauf folgenden Jahr hatte der TuS die Nase vorn.

1987 ging der Titel dann wieder an „Altmeister“ Neuenahr. Doch schon 1988 gelang den Ahrbacherinnen das Double: Diesmal konnte man nicht nur den Meistertitel, sondern auch den Rheinlandpokal in den Westerwald holen.